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David Graeber - Schulden

David Graeber

Schulden

Die ersten 5000 Jahre


Ein ebenso radikaler wie befreiender Blick auf die Wurzeln unserer Schuldenkrise


Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie.

Frank Schirrmacher, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Graeber öffnet dem Leser die Augen für das, was gerade vor sich geht.

Oskar Piegsa, Spiegel Online, 18.05.2012

"Schulden" ist die sicherste Investition unter den neuen Krisenbüchern.

Ein radikales Buch im doppelten Wortsinn, denn Graeber packt das Problem der Schulden an der Wurzel, indem er bis zu ihren Anfängen in der Geschichte zurückgeht. Das führt ihn mitten hinein in die Krisenherde unserer Zeit: Von der Antike bis in die Gegenwart sind revolutionäre Bewegungen immer in Schuldenkrisen entstanden.

Graeber sprengt die moralischen Fesseln, die uns auf das Prinzip der Schulden verpflichten. Denn diese Moral ist eine Waffe in der Hand der Mächtigen. Die weltweite Schuldenwirtschaft ist eine Bankrotterklärung der Ökonomie. Der Autor enttarnt Geld- und Kredittheorien als Mythen, die die Ökonomisierung aller sozialen Beziehungen vorantreiben.

Im Kern ist dieses Buch ein hohes Lied auf die Freiheit: Das sumerische Wort »amargi«, das Synonym für Schuldenfreiheit, ist Graeber zufolge das erste Wort für Freiheit in menschlicher Sprache überhaupt.


David Graeber ist einer der Begründer der Occupy-Bewegung.


David Graeber

Es gibt gute Gründe dafür, dass der Kapitalismus bald nicht mehr existieren wird, vielleicht wird sogar die nächste Generation ihn nicht mehr erleben.

Stimmen zum Buch

Der Spiegel

Sein Buch über das Wesen von Schulden und deren wirtschaftliches und moralisches Fundament gilt schon jetzt als antikapitalistisches Standardwerk der neuen sozialen Bewegungen, die während der Weltwirtschaftskrise entstanden sind.

Frank Schirrmacher / FAS

Graebers Text ist eine Offenbarung, weil er es schafft, dass man endlich nicht mehr gezwungen ist, im System der scheinbar ökonomischen Rationalität auf das System selber zu reagieren.

Maurice Bloch, London School of Economics / College de France

Seine Texte zur Anthropologie sind herausragend. Ich halte ihn für den besten theoretischen Kopf unter den Anthropolen seiner Generation.

Quelle: http://www.klett-cotta.de/buch/Gesellschaft_/_Politik/Schulden/22512?PTBUCH=BUCH

 

Lucas Zeise - Ende der Party

Lucas Zeise

Ende der Party

Die Explosion im Finanzsektor und die Krise der Weltwirtschaft


Klappentext

Die Krise der Finanzmärkte ist nicht ausgestanden. Sie beschädigt auch die Realwirtschaft und wächst sich zu einer veritablen Weltwirtschaftskrise aus. Lucas Zeise untersucht Ursachen und Ausgangsbedingungen der Finanzkrise und beschreibt ihr außergewöhnliches Ausmaß.

Besonderes Augenmerk widmet er der politisch durchgesetzten weltweiten Deregulierung als wesentlicher Krisenursache. Detailliert schildert er, wie Banken, Notenbanken und Finanzpolitiker mit der von ihnen verursachten Krise umgehen, was sie bisher unternommen haben und wie sie einen möglichst großen Teil der Verluste zu sozialisieren versuchen.

Dass der Banken- und Finanzsektor neu und scharf reguliert werden muss, ist kaum noch von der Hand zu weisen. Lucas Zeise erörtert, welche Vorstellungen und Vorschläge es hierzu gibt. Und er weist nach, dass eine effektive öffentliche Aufsicht und Kontrolle nicht nur notwendig, sondern auch möglich sind. Offen bleibt nur die Frage, ob auch der dafür erforderliche politische Willen vorhanden ist.

Portrait

Lucas Zeise, geboren 1944, ist seit mehr als zwanzig Jahren Finanzjournalist. Er hat Volkswirtschaft studiert und im Laufe seines Berufslebens u.a. für das japanische Wirtschaftsministerium, die deutsche Aluminiumindustrie und die Frankfurter Börsen-Zeitung gearbeitet. 1999/2000 war Zeise an der Gründung der »FinancialTimes Deutschland« beteiligt und schreibt dort heute noch eine vierzehntägige Kolumne.

Rezensionen und Kritik

Frankfurter Rundschau, 12.11.2008

Mag Marcel Reich-Ranicki Krimis? Falls ja, haben wir einen Literaturhinweis für ihn. Manchmal, er wird das wissen, schreibt das Leben die besten Geschichten - und diesmal sogar in der schwierigen Welt der Wirtschaft. Während nämlich der Literaturkritiker über die Qualität des Fernsehens räsonierte, ist Lucas Zeise mit seinem Buch "Ende der Party" ein Kunststück gelungen. Er dokumentiert die Geschichte des Finanzkapitalismus …

Sein seherischer Vorschlag zur Lösung der Kreditkrise lautete: Verstaatlichung der Banken … Egal wer die Idee zur Rettung der Welt zuerst hatte, Lucas Zeise kann sie auch begründen … Außerdem weist er bereits auf die Probleme der Realwirtschaft hin …

Lucas Zeise hat ein politisches Buch geschrieben. Es reduziert die Finanzkrise nicht auf Finanzmarkttechnik. Das ist sein Verdienst. Und dass die Leiche erst nach dem Abspann gefunden worden ist? Das Ableben des Opfers "Finanzmarkt" wundert nach der Lektüre niemanden - und die Täter sind auch leicht zu identifizieren: von den Bankern über die Bankaufsicht bis hin zu neoliberalen Politikern. Als Wirtschaftsbuch ist es erwartungsgemäß informativ und unerwartet spannend.

 

Frank Schirrmacher - Ego

Frank Schirrmacher

Ego

Das Spiel des Lebens

Karl Blessing Verlag, München 2013
ISBN 9783896674272
Gebunden, 325 Seiten, 19,99 EUR


Klappentext

Dies ist die Geschichte einer Manipulation: Vor sechzig Jahren wurde von Militärs und Ökonomen das theoretische Modell eines Menschen entwickelt. Ein egoistisches Wesen, das nur auf das Erreichen seiner Ziele, auf seinen Vorteil und das Austricksen der anderen bedacht war: ein moderner Homo oeconomicus. Nach seiner Karriere im Kalten Krieg wurde er nicht ausgemustert, sondern eroberte den Alltag des 21. Jahrhunderts. Aktienmärkte werden heute durch ihn gesteuert, Menschen ebenso. Er will in die Köpfe der Menschen eindringen, um Waren und Politik zu verkaufen.

Das Modell ist zur selbsterfüllenden Prophezeiung geworden. Es wächst ein neues soziales Monster heran, das aus Egoismus, Misstrauen und Angst zusammengesetzt ist und gar nicht anders kann, als im anderen immer nur das Schlechteste zu vermuten. Und nichts, was man sagt, bedeutet noch, was es heißt. Der Mensch ist als Träger seiner Entscheidungen abgelöst, das große Spiel des Lebens läuft ohne uns. Frank Schirrmacher zeichnet die Spur dieses Monsters nach und macht klar, dass die unbeabsichtigte Konsequenz seines Spiels das Ende der Demokratie sein könnte, wie wir sie heute kennen.

Rezensionen und Kritik

Neue Zürcher Zeitung, 05.03.2013

Grandios einseitig nennt Martin Meyer das Buch von Frank Schirrmacher, dem er unter anderem vorwirft, mit dem Homo oeconomicus einer Kunstfigur nachzustellen und die Verantwortung der Politik außer Acht zu lassen. Dass er das Buch dennoch mit einigem Vergnügen gelesen hat, liegt zum einen daran, dass der Autor seinem Befund nicht nur in der Gegenwart nachspürt, sondern auch tief in die Geschichte (bis zur Aufklärung) hinabsteigt, um den unaufhaltsamen Aufstieg des eigennützigen Menschen zu verfolgen.

Zum anderen lässt sich Schirrmacher laut Meyer eben auch als Satiriker lesen, der die literarische Pointe und den Unterhaltungswert der Apokalypse nicht verachtet.

Die Tageszeitung, 21.02.2013

Soll er besser den Mund halten? Ganz sicher scheint Jörg Sundermeier sich nicht zu sein, ob er das Buch überhaupt besprechen soll. Schließlich macht er sich so zum Erfüllungsgehilfen der Schirrmacherei, eines Autors, der laut Sundermeier nichts als Aufmerksamkeit sucht. Um Schirrmachers Strategie zu verstehen, nutzt Sundermeier die bereits erschienene Presse zum Buch. Und da stehts für alle zu lesen: Das System Schirrmacher basiert auf nichts als Rechtschreibschwäche, falschem Zitieren, dem Aufblasen von Themen und einer bewusst ungenau gehaltenen Sprache. Keine Lektüreempfehlung.

Frankfurter Rundschau, 19.02.2013

Mit etwas spitzen Fingern nimmt Christian Schlüter Frank Schirrmachers Kapitalismus-Warnung "Ego" zur Hand, kann dem Buch dann aber doch so manches abgewinnen. Der werbewirksame Rummel im Vorfeld der Veröffentlichung ging ihm zwar mächtig auf die Nerven und das Buch leiste auch nicht wirklich, was es sich vornehme - nämlich zu erklären, warum wir eigentlich alle so verdammt egoistisch sind -, aber die Beschreibung, dass und wie wir egoistisch sind, die gelingt Schirrmacher ganz gut, findet der Rezensent. Der Autor trage "anekdotenreich ausformulierte, eher locker assoziierte Facetten" wie die Spieltheorie John von Neumanns oder Milton Friedmans einflussreiche Wirtschaftstheorien zusammen und konstatiere eine "Veränderung unserer 'sozialen DNA'". Deswegen, meint Schlüter, müsse man Schirrmacher zwar nicht gleich als "links" bezeichnen, aber es lohne sich durchaus, das Buch zu lesen, beziehungsweise: es "doch zu lesen".

Süddeutsche Zeitung, 16.02.2013

Für Rezensent Andreas Zielcke tritt Frank Schirrmacher mit neuesn Buch "Ego - Das Spiel des Lebens" den Beweis an, dass auch Literaturwissenschaftler und Feuilletonisten nicht nur gute Buch-, sondern auch besonders scharfe Kapitalismuskritiken schreiben können. Offenbar, so Zielcke, hätten sie die besondere Begabung, etwas Wirkliches wie den Kapitalismus als Narration zu durchschauen. Zielcke liest denn hier auch kein wissenschaftliches oder gar finanzmathematisches Werk, sondern eine mit "feuilletonistischer Bravour" verfasste, eindrucksvolle, gelegentlich ein wenig zu stürmische Schrift über den "Homo oeconomicus", sein Lebensumfeld und seine Gesellschaft.

Hier gehe es nicht um den Fetisch der Ware oder die Ausbeutung der Arbeiter, informiert Zielcke. Vielmehr betrachte Schirrmacher die den Markt beherrschenden Maximen der Spieltheorie und ihre historische Herleitung, den Egoismus des ökonomischen Menschen, der ohne "individuelle Realitäten, menschliche Besonderheiten und Altruismen" nur effizienzorientiert kalkuliert und vor allem die Digitalisierung der Ökonomie. Wie auch immer: Zielcke kann dieses Buch des Kollegen aus der FAZ dringend empfehlen.

Die Zeit, 14.02.2013

"Jetzt bekommt es das konservative Bürgertum mit sich selbst zu tun", freut sich Rezensent Thomas Assheuer. Mit Frank Schirrmacher hat einer seiner prominentesten Vertreter jetzt erkannt, dass der Kapitalismus das wahre Böse ist - zumindest in der Form des ungehemmten Spekulantentums und des "Informationskapitalismus". Vor dem fürchtet sich Schirrmacher am meisten, erfahren wir.

Nachdem amerikanische Spieltheoretiker den Zweiten Weltkrieg gewannen, wollen sie uns jetzt mit der Computertechnologie in einfach zu zerlegende Konsumenten verwandeln. Adam ist tot, an seiner Stelle gibt es nur noch ein Byte, dessen Kosten sich berechnen lassen oder an dem man verdienen kann. So weit so alarmierend, typisch Schirrmacher eben, meint der Rezensent, der auch etwas pikiert darauf reagiert, dass jetzt sogar die FAZ in Kapitalismuskritik macht.